Die analytisch begründeten Verfahren (Analytische Therapie und tiefenpsychologisch fundierte Therapie) basieren auf der Erkenntnis, dass in der Lebensgeschichte des Patienten erworbene unbewältigte Konflikte verdrängt werden und unbewusst die Bewältigung aktueller Belastungen und innerseelischer oder zwischenmenschlicher Konflikte verhindert werden. Das führt zur Bildung von seelischen und körperlichen Symptomen.

Diese Zusammenhänge werden in der Therapie verstanden und die Konflikte unter Nutzung der persönlichen Potentiale gelöst.

Analytische Therapie

Eine analytische Therapie ist indiziert, wenn die Symptomatik eng mit der Persönlichkeitsstruktur verwoben ist. Ziel der Behandlung ist die Veränderung der krankmachenden tief verwurzelten Grundstruktur.
Wenn der Patient bereit ist, offen über alles zu sprechen, was ihn bewegt und bedrückt, kommt er zu einem tieferen Verständnis für sein innerseelisches Erleben und Reagieren sowie für seine zwischenmenschlichen Beziehungsmuster. Der unbewusste Konflikt wird erkannt und bewältigt; neue Lösungswege werden gesucht. So werden die Symptome überflüssig, der Patient wird gesund, seelisch ausgeglichen und stabil.

Die analytische Therapie ist eine sehr zeitintensive Behandlung, für die 2-3 Wochenstunden veranschlagt wird.

Tiefenpsychologisch fundierte Therapie

Eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie ist indiziert, wenn bestimmte Problembereiche und aktuelle Konflikte zu bewältigen sind.
Die Arbeit konzentriert sich auf das aktuelle Geschehen, sie geht nicht so sehr in die Tiefe, die Zielsetzung ist begrenzt, die Selbstentwicklung wird gefördert und unterstützt. Auf diese Weise werden Besserung und Heilung möglich.

Im Regelfall wird für die Behandlung eine Wochenstunde veranschlagt.

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie geht u.a. davon aus, dass psychische und psychosomatische Erkrankungen in engem Zusammenhang mit gelernten und veränderbaren Prozessen auf den Ebenen des Handelns, Denkens und Fühlens stehen. Diese Prozesse werden durch die gezielte Intervention so verändert, dass sich darüber die Krankheitssymptomatik Schritt für Schritt abbaut. Der Patient lernt und trainiert hierfür neue Verhaltensweisen, Problemlösefähigkeiten und kognitive Strategien, zuerst mit dem Psychotherapeuten und dann in seinem Alltag. Eine wichtige Leitlinie dabei ist die Orientierung an vorhandenen Fähigkeiten und die Hilfe zur Selbsthilfe.

Die Verhaltenstherapie ist nicht immer auf den Ort der therapeutischen Praxis begrenzt. So können für die unterschiedlichen Störungen auch Übungen im alltäglichen Leben erfolgen. Ängste können bspw.nach fundierter Vorbereitung durch gezieltes und angeleitetes Aufsuchen der ängstigenden Situationen abgebaut werden.